Einführung Tim Bürger am 11.Dezember 2010 in Hohensolms
Jugendpfarrer Bürger:
„Den Dialog mit Jugendlichen führen!“
Kirchenpräsident Jung führt den neuen Landesjugendpfarrer der EKHN ein
Hohenahr-Hohensolms: Im Gespräch mit Kindern und Jugendlichen sein, den Dialog mit der Jugend führen und Anwalt der Jugendlichen sein. Diese Ziele für seine Arbeit nennt der neue Landesjugendpfarrer der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) Tim Bürger. In einem von Jugendlichen gestalteten Gottesdienst ist der 40-jährige Theologe und Pädagoge am Samstagabend, 11. Dezember 2010, von Kirchenpräsident Volker Jung offiziell in sein Amt eingeführt worden.
Bei der Feier in der voll besetzten Kirche der Evangelischen Jugendburg in Hohenahr-Hohensolms (Lahn-Dill-Kreis) beschrieb Kirchenpräsident Volker Jung den vielfältigen Auftrag des Landsjugendpfarrers, der theologisch-konzeptionelle Aufgaben genauso wie Aufgaben in Verkündigung, Erziehung und Seelsorge umfasse. Die EKHN freue sich, dass Jugendpfarrer Bürger mit Jugendlichen nach einer Jugendtheologie und einer Jugendspiritualität suchen wolle. „Wir freuen uns darauf, dass Sie Kinder und Jugendliche ermutigen wollen, Kirche und Gesellschaft aktiv mit zu gestalten“, sagt Jung. Die Kirche und die Gesellschaft braucht es, dass Kinder und Jugendliche Fragen stellten und in Frage stellten. Jung ermutigte Bürger weiterhin „Grenzgänger“ zu sein um verschiedene Bereiche zu verbinden.
In einer Dialogpredigt mit der 18-jährigen Laura Kliem über Johannes den Täufer sagte Bürger, als Landesjugendpfarrer sei es immer wieder seine Aufgabe „auf Dinge zu zeigen, die wichtig sind, wenn Kirche für Kinder und Jugendliche Kirche sein möchte“. Er sehe seine Aufgabe darin, zusammen mit Jugendlichen nach dem zu schauen, was Sinn mache und wofür sich Leben und Glauben lohne: „Wir müssen im Gespräch sein, über das, was für Kinder und Jugendliche wichtig ist.“ Er wolle Dinge anstoßen oder „Menschen anstupsen und zum Nachdenken anregen“, damit in Kirche und Gesellschaft Kinder und Jugendliche mit ihren Interessen im Blick blieben. „In diesem Sinn bin ich als Landesjugendpfarrer gerne einer, der anstößig ist“, so Bürger.
Den Gottesdienst gestalteten Jugendliche der Mitarbeitergruppe der Evangelischen Christuskirchengemeinde Bad Vilbel und der Kirchengemeinde Dortelweil. In einem Anspiel zum Predigttext aus dem Lukasevangelium stellten die Jugendlichen die Bußpredigt von Johannes dem Täufer zeitgemäß als Predigt auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil dar. Musikalisch begleitete die Jugendband „Everyday“ ebenfalls aus Bad Vilbel-Dortelweil die gottesdienstliche Feier mit „rockigem worship“.
Gäste aus der gesamten EKHN waren zu der Einführung gekommen, unter ihnen Vertreter und Vertreterinnen der evangelischen Jugendverbände, Mitarbeitende der landeskirchlichen Kinder- und Jugendarbeit, Mitglieder der hessen-nassauischen Synode, der Kirchenverwaltung und aus unterschiedlichen Dekanaten und Einrichtungen der EKHN. Anwesend waren auch offizielle Vertreter der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW). Im Anschluss an den Gottesdienst lud die EKHN zu einem Empfang in die Jugendburg Hohensolms ein. Diese ist eine Tagungsstätte und Einrichtung insbesondere für die Evangelische Kinder- und Jugendarbeit, aber auch für andere Gruppen.
Der promovierte Pfarrer Tim Bürger leitet seit Anfang Juli 2010 den Fachbereich Kinder- und Jugendarbeit im Zentrum Bildung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) in Darmstadt. Er ist damit Nachfolger von Pfarrer Eberhard Klein, der jetzt Geschäftsführer der „jugend-kultur-kirche sankt peter“ in Frankfurt am Main ist.
Der heute 40-jährige Bürger wurde in Kassel geboren. Er studierte in Bethel, München, Münster und Marburg evangelische Theologie und an der Fachhochschule Münster Sozialpädagogik. Nach einem Vikariat in Fuldabrück arbeitete er in der Männerbildung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und war Gemeindepfarrer in Melsungen.
Bürger lehrte als Dozent für Religion und Religionspädagogik am Evangelischen Fröbelseminar in Kassel und Korbach und war zusammen mit der Pädagogischen Akademie Elisabethenstift und der Evangelischen Fachhochschule (EFH) Darmstadt an der Entwicklung des neuen Studiengangs „Bildung und Erziehung in der Kindheit“ beteiligt. Seit 2003 ist er auch als Lehrbeauftragter an der EFH Darmstadt tätig.
Tim Bürger ist verheiratet, hat eine kleine Tochter und lebt mit seiner Familie in Darmstadt.
(Quelle: Pressebericht, Martin Reinel, Kirchenverwaltung der EKHN)




