Themenorientiertes Beratungsangebot

für ihre Kirchengemeinde, oder Dekanat in Zusammenarbeit, bzw. Absprache mit den Gemeindepädagog*innen und der/dem Dekanatsjugendreferent*in vor Ort.

Kindheit im Wandel

Die hohe Aufmerksamkeit, die heute dem Prozess des Aufwachsens und der Bildung, Betreuung sowie Erziehung von Kindern und Jugendlichen zukommt, ist historisch gesehen relativ jung.

Zwar wurde Kindheit bereits im 16. und 17. Jahrhundert als eigenständige Lebensphase „entdeckt“, seit dem 19. Jahrhundert entwickelte sich jedoch ein öffentliches Interesse an der Gestaltung kindlichen und jugendlichen Heranwachsens. Im Laufe des 20. Jahrhunderts setzte sich ein Verständnis durch, das zunehmend orientiert ist an der Unterstützung und Förderung von Kindern und Jugendlichen. Dieser Bedeutungswandel ist eng verknüpft mit der Veränderung des Kindheitsbildes: Früher wurden Kinder als passive Subjekte wahrgenommen im Prozess des Aufwachsens, die ganz von den Erziehenden abhängig waren, heute werden sie als Subjekte mit eigenem Recht betrachtet, die ihre Entwicklung aktiv mitgestalten. 
(vgl. auch: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.), 12. Kinder- und Jugendbericht, Berlin 2005,S.56) 

Unter den Aspekten:           

  • Entwicklung der Lebenswelten von Kindern                                       
  • Mediatisierung und Virtualisierung von Lebenswelten                                              
  • Lebenswelten von Kindern werden internationaler                                              
  • Aufwachsen in einer alternden Gesellschaft                                              
  • Armut von Kindern                                              
  • Bildung (vor und neben der Schule)                                             
  • Arbeit mit Kindern in der Kirche

werden wir über den Wandel diskutieren und aktuelle Herausforderungen für Kirche und Gesellschaft benennen.

Kinder, die in Gruppen auffallen

Haben Sie in Ihrer Gruppe Kinder, die Ihnen besonders auffallen? Solche, die nicht lange bei der Sache bleiben, nicht still sitzen können und andere Kinder vom Mitmachen abhalten? 

Oft fragen wir uns: Ist das Kind einfach lebendig oder unterfordert, sind wirklich heute mehr Kinder auffällig? Wir wollen wissen, „woher das kommt“ und „was wir da machen können“.

Nach einem kurzen Vortrag bearbeiten wir konkret schwierige Situationen, in denen Sie sich mit einzelnen Kindern befinden, die Sie einbringen. Wir entwickeln gemeinsam Perspektiven für Ihre Arbeit vor Ort.

Arbeit mit den 11-14jährigen

Schon die Beschreibung der Altersgruppe ist schwierig. Sind es die 10-12jährigen, oder die 11-14jährigen? Sie sind keine Kinder mehr, aber auch keine Jugendlichen. Typische Themen der Adoleszenz sind altersgemäß nach unten „gerutscht“ und die Entwicklungsschübe und Vorlieben von Mädchen und Jungen sind besonders unterschiedlich. Im Anschluss an ein Referat werden wir Perspektiven erarbeiten für ihre konkrete Arbeit vor Ort.

Armut von Kindern (und ihren Familien)

Die allgemeine Armutsentwicklung macht gerade auch vor Kindern und Jugendlichen nicht halt. Immer mehr Kinder und Jugendliche wachsen in Armut auf. Sie bilden mittlerweile  jene Gruppe, die am häufigsten und stärksten von Armut bedroht ist. Vor Ort können - im Verbund mit anderen - Handlungsalternativen und Strategien entwickelt werden, welche Betroffenen Perspektiven eröffnen.

Kinderrechte in Deutschland und Europa

Die Kinderrechtskonvention durch die Vollversammlung der der Vereinten Nationen wurde am 20.11.1989 verabschiedet. Die Ratifizierung durch die Bundesregierung fand 1992 statt.

  • Was sind die Rechte des Kindes? 
  • Wie sind sie verankert?
  • Was ist ein Nationaler Aktionsplan zur Umsetzung der Kinderrechte?
  • Was ist ein Monitoring?
  • Wie sehen Kinderrechte und Lebenslagen von Kindern in unseren Nachbarländern aus, z. B. in Frankreich und Polen?

Über diese Themen kommen wir miteinander ins Gespräch, insbesondere darüber, was wir als Ev. Jugend dazu beitragen und wie wir Kinderrechte umsetzen.

Kontakt:

Referentin
Simone Reinisch
Tel.: 06151 6690-113
Fax: 06151 6690-119
E-Mail: simone.reinisch.zb@ekhn-net.de