"Wir sind #zukunftsrelevant"

Aufruf an alle Ehrenamtlichen sowie Hauptberuflichen in der Arbeit von, mit und für Kinder(n) und Jugendliche(n), die trotz aller Einschränkungen und Maßnahmen zur Eindämmung der COVID 19 Pandemie Sommeraktivitäten für Kinder und Jugendliche planen und anbieten werden:

Beteiligt euch an der Sommerkampagne der aej und der BAG EJSA!

Unter dem Motto "Wir sind #zukunftsrelevant" soll sichtbar werden, dass Evangelische Kinder- und Jugendarbeit und Evangelische Sozialarbeit in guten wie in schwierigen Zeiten Kindern und Jugendlichen Angebote macht und als Ansprechpartner*innen für sie da sind.

weitere Infos zur Kampagne und Kontaktaufnahme über

www.zukunftsrelevant.de

Arbeitsgemeinschaft der
Evangelischen Jugend
in Deutschland e. V. (aej)

Telefon: 0511 1215-0
E-Mail: zukunftsrelevant@aej-online.de

 

 

"Das schreit nach Wiederholung"

Evangelische Jugend im Dekanat Ingelheim-Oppenheim organisierte Pilgern auf dem rheinhessischen Jakobsweg

Jugendliche pilgerten wie die Großen auf dem rheinhessischen Jakobsweg

Pilgern wie die Großen mit Pilgerstempel und Jakobsmuschel: 14 Jugendliche zwischen 11 und 18 Jahren nutzten in der fünften Ferienwoche ein Angebot der Evangelischen Jugend im Dekanat Ingelheim-Oppenheim und pilgerten drei Tage auf dem rheinhessischen Jakobsweg. Zum Abschluss der Ferienaktion lud der Leiter des Jugendhauses Oppenheim, Jürgen Salewski, die Jugendlichen noch zu einem Kanutag auf dem Rhein ein.

Doch zunächst ging es am ersten Tag von Bingen auf den Rochusberg zu Fuß auf dem Pilgerweg steil bergauf. Auf dem Berg gab es dann den ersten Pilgerstempel, dann liefen die Teilnehmenden, begleitet von Gemeindepädagogin Margarte Ruppert und dem Pfarrer von Bubenheim und Engelstadt, Hartmut Lotz, weiter über den Laurenziberg nach Appenheim. Am Dienstag war es dann deutlich wärmer, aber alle Teilnehmenden überraschten durch großes Durchhaltevermögen. Kein Wunder: Sie sahen Störche und Rehe, gingen auch einmal schweigend durch den Wald von Ober-Hilbersheim, um dann wieder in den Pausen zu spielen oder fröhlich zu singen.

Von Tag zu Tag wurde die Gruppe größer, sodass am Ende die Jakobsmuscheln nicht ausreichten und Margarete Ruppert sogar eine eigene Jakobsmuschel, die im heimischen Bad zu einer Seifenschale umfunktioniert worden war, zum Einsatz brachte: „Zu viele Leute!“, erzählt sie augenzwinkernd, „Welch‘ schönes Problem“.

Dass am Schluss der Veranstaltung nicht nur die Jugendlichen, sondern auch die Eltern begeistert waren, dazu trug nicht zuletzt die Paddeltour am letzten Tag auf dem Rhein bei, wo es unter anderem eine Abkühlung im knietiefen Wasser am Rheinufer gab. „Das schreit nach Wiederholung!“, regte ein Vater beim Abholen an und eine Mutter lobte: „Dieses Unterwegssein zu Fuß in der Region, in der man wohnt – toll.“

Info und Kontakt:

Evangelische Jugend im
Dekanat Ingelheim-Oppenheim
Am Hahnenbusch 14b
55268 Nieder-Olm
Tel.: 06136 926960
E-Mail: jugend.ingelheim-oppenheim@ekhn.de

 

Zusammen ist man weniger allein

 Ein Einblick in die Arbeit mit discord 

Als klar wurde, dass unsere Sommerfreizeit an die Ostsee dieses Jahr nicht stattfinden kann, beschäftigte ich mich mit Alternativen. Der unklaren Gesamtsituation rund um die Pandemie sollte etwas entgegengesetzt werden, auf das auch im Falle der „zweiten Welle“ im Herbst zurückgegriffen werden kann. Als Mitte März die Kontaktbeschränkungen kamen, war ich erstmal ziemlich überrumpelt und stand vor vielen Herausforderungen. Die drängendste Frage war: Wie bleibe ich, in Zeiten von Corona, mit den Jugendlichen aus meinem Dekanat in Kontakt.

In mehreren Zoomsitzungen hörte ich von der App discord und dass einige Hauptamtliche aus kommunaler und kirchlicher Jugendarbeit sie nutzen. Mir persönlich war sie nur aus dem Neo Magazin mit Jan Böhmermann bekannt, in dem berichtet wurde, dass sich dort viele Rechtsgesinnte gruppieren und als Gegenmaßnahme die Bewegung „Reconquista Internet“ ins Leben gerufen wurde. Deshalb war ich anfangs skeptisch, da wir im Gemeindepädagogischen Ausschuss unseres Dekanats letztes Jahr lange über das Thema social-media Präsenz der evangelischen Jugend diskutiert haben. Meine Angst war und ist die vor einem shitstorm, dem wir nicht gewachsen sind. Sei es die suboptimale Öffentlichkeitsarbeit rund um das Verschenken von Lutherbibeln an alle Pfarrerinnen und Pfarrer der Landeskirche (später auch Vikarinnen und Vikare und ausgewählte Menschen mit Verkündigungsauftrag) oder cybermobbing beim young clip award. Vor solchen Situationen habe ich Respekt und ich möchte diesen Phänomenen eigentlich keine Plattform bieten. Ich kann nicht garantieren schnell genug zu reagieren und unschöne Dinge rechtzeitig zu löschen. Alles was ich im digitalen Bereich kann, habe ich mir selber beigebracht oder vor langer Zeit in Schule und Studium gelernt. Als ich die Uni verließ, hatten vereinzelte Menschen ein smartphone und man schrieb sich noch SMS. Aus technologischer Sicht und der digitalen Perspektive ist das Lichtjahre her.

Einen guten Überblick, was man heute so machen kann um mit Jugendlichen trotz physical distancing in Kontakt zu bleiben, gibt es hier:

https://www.digitalyouthwork.eu/tipps-fur-online-jugendarbeit/

Covid19 erfordert ein Umdenken in vielen Bereichen und ich wollte meinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern etwas bieten, was die Freizeit ein klein wenig ersetzt. Also fragte ich in einer Zoomsitzung die Kolleginnen und Kollegen und wir organisierten eine Fortbildung zum Thema discord. Discord ist eine App die eigentlich der Gamingszene entspringt. Hier finden sich schnell Mitspieler und man kann sich über das gemeinsame Hobby austauschen. Es gibt Textkanäle, die man mit einem Forum oder einem Chat vergleichen kann. Zudem gibt es Sprachkanäle, die wie Skype oder zoom funktionieren. Die App ist mit den gängigen Spieleanbietern (Steam, Xbox, Playstation) verknüpfbar und man kann sehen was andere gerade spielen.

Was mich an dem System von discord begeistert ist, dass man sich einen Server erstellen kann, auf den man Menschen gezielt einladen kann. Es kann also nicht jede und jeder auf meine Plattform kommen und eventuell anfangen Unsinn zu treiben. Zudem filtert discord (wenn man das will) anstößige Inhalte automatisch raus. Die App ist ab 13 Jahren zugelassen, was die leidige WhatsApp Diskussion erspart und man kann einstellen, dass der Server in Europa sein soll. Als Administrator habe ich eine ganze Reihe an Rechten den Server nach meinen Vorstellungen zu gestalten. Discord gibt einem die Möglichkeit in einem Sprachkanal den eigenen Bildschirm freizugeben. Das kann Zoom zwar auch, discord übertragt aber auch den Ton und gibt den Zuschauerinnen und Zuschauern die Möglichkeit die Lautstärke separat von der Quelle zu regulieren.

Zum Beginn der Sommerferien erstellte ich den Server „Ferien +“ und bewarb ihn per Flyer und digital mit dem Untertitel „Dein Urlaub in Digitalien“. Ich habe ein Abendprogramm entworfen und erwähne in jedem Kanal, den partizipativen Grundgedanken. Nach einer Woche habe ich schon einige Jugendliche gefunden, die mit mir spielen wollen oder mir über ihren Medienkonsum erzählen. Gemeinsam haben wir diese Woche einen Film und zwei Folgen einer Serie gestreamt. Ich animiere zwar dazu gemeinsam Werwolf, Montagsmaler oder Tabu zu spielen, doch das hat bislang keinen großen Erfolg. Bislang ist der Server ein niedrigschwelliges Kontaktangebot im Digitalen. Wer eh zockt, kann gemeinsam zocken oder sich dabei vernetzen. Wer abends einen Film oder eine Serie schauen will, kann das gemeinsam tun. Die Chance hier liegt vor allem darin, Jugendlichen, die kein Netflix-Abo oder ähnliches haben, trotzdem einen Mehrwert zu bieten.

Ob der Server sich weiterentwickelt und auch nach den Ferien bestehen bleibt, wird sich zeigen. Mehrere Kolleginnen und Kollegen haben berichtet, dass sich mit den Lockerungen, Veränderungen in der Kommunikationsstruktur der Jugendlichen ergeben haben. Reichte es in März und April  einen Sprachkanal zu eröffnen um zu quatschen, so ebbte das Interesse an Kommunikation und Austausch mit der Schulöffnung langsam ab. Ich werde über die Ferien Erfahrungen sammeln und sollte es wieder zu verschärften Kontaktbeschränkungen kommen, bin ich weniger aufgeschmissen. Ich weiß, was ich mit ein paar Klicks anbieten kann und will vermitteln, dass physical distancing nicht unbedingt social distancing bedeuten muss.

Infos und Kontakt:
Raphael Maninger, Dekanatsjugendreferent
Evangelisches Dekanat Grünberg
raphael.maninger@ekhn.de

Positionspapier "Freiräume und Freizeiten für Kinder und Jugendliche "

Hier finden Sie das Positionspapier des Deutschen Bundesjugendrings "Freiräume und Freizeiten für Kinder und Jugendliche in den Sommerferien".
 

Orientierungshilfe "Freizeiten durchführen" des EC

Der CVJM und der EC haben eine Orientierungshilfe und Entscheidungsmatrix veröffentlicht, die Freizeitleitern in der Jugendarbeit für diesen Sommer dabei unterstützen sollen eine Entscheidung über die Durchführung von Freizeiten zu fällen. Beide Blätter finden Sie hier:

Orientierungshilfe Freizeiten
Entscheidungsmatrix

Weitere Informationen unter: https://www.ec.de/orientierungshilfe-freizeiten-durchfuehren/

Informationen zu Stornierungen und Fördermaßnahmen

Informationen zu Stornierungen und Fördermaßnahmen sind zu finden unter:
www.lvejh.de/corona.

Orientierungshilfe zum Umgang mit Sommerfreizeiten:
Aktualisierte Version Mai 2020:
SOMMERFREIZEITEN

Siehe auch: Informationen aus der Rechtsabteilung der EKHN
https://unsere.ekhn.de/themen/infos-corona-pandemie.html

Informationen aus der Arbeitsgemeinschaft Evangelische Jugend (aej): https://www.evangelische-jugend.de/foerderungvscorona

 

Sommerfreizeiten - absagen oder nicht?

7. April 2020

Landesjugendpfarrer Gernot Bach-Leucht

Im Fachbereich Kinder und Jugend im Zentrum Bildung erreichen uns etliche Anfragen zu Freizeitmaßnahmen angesichts der Corona-Krise.

Hier jetzt Infos zu Sommerfreizeiten:
Was soll man machen? Jetzt schon absagen um eventuell Stornogebühren zu sparen? Oder doch lieber noch abwarten?

Wir wissen heute nicht einmal, was der morgige Tag bringen wird. Prognosen über den Sommer lassen sich derzeit kaum machen.

Trotzdem: Wenn wir ab den Sommerferien zum „Normalbetrieb“ zurückkehren sollten, brauchen Kinder und Jugendliche viel Unterstützung. Endlich wieder draußen! Endlich wieder mit anderen zusammen! Und für so manche auch: Endlich mal Zeit ohne meine Eltern!
Dann brauchen Kinder und Jugendliche viele Angebote an guten Freizeiten – und gute Freizeiten, das können wir von der Evangelischen Jugendarbeit.

Und da frage ich: Was zählt mehr – gesparte Stornogebühren oder etwas zu tun für die Menschen, die uns anvertraut sind: Kinder und Jugendliche?

Stornokosten - was kann ich tun?

6. April 2020

Landesjugendpfarrer Gernot Bach-Leucht

Im Fachbereich Kinder und Jugend im Zentrum Bildung erreichen uns etliche Anfragen zu Freizeitmaßnahmen angesichts der Corona-Krise.

Hier jetzt Infos zu Stornogebühren:

Für die Tagungshäuser und Jugendbildungseinrichtungen der EKHN – Kloster Höchst, Evangelische Jugendburg Hohensolms, Martin-Niemöller-Haus und Schloss Herborn – gelten folgende Regelungen:

  • Stornierung bis zu 10 Tage vor Anreise ist kostenfrei.   
  • Absage durch Tagungshaus/Jugendbildungseinrichtung möglich.  
  • Empfehlung: Kontaktaufnahme zwei Wochen vor Veranstaltungsbeginn.

Wenn andere Anbieter ein derart kulantes Angebot nicht machen können, empfehlen wir – gerade im Blick auf Sommerfreizeit – mit den Anbietern ins Gespräch zu gehen, ob sie die Stornokosten auf dem jetzigen Niveau „einfrieren“, dass eine Absage so spät wie möglich getätigt werden kann.

Ob Landesmittel, Zuschüsse etc. auch für Stornokosten in Anspruch genommen werden können, ist derzeit in Klärung. Wir informieren darüber in einem gesonderten Post „Zuschüsse für Stornogebühren“.